DAS OLIVENÖL-ABC

ALLES WISSENSWERTE ZU OLIVENÖL

A wie Andalusien

Andalusien ist die größte und südlichst gelegene der 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens und außerdem Heimat des Flamenco und, wer hätte es gedacht, des Olivenbaums. Andalusien liegt nur 14km von Afrika entfernt und war in der Vergangenheit stark umkämpft, weshalb es heute durch eine große kulturelle Vielfalt geprägt ist. Vor allem Araber und Römer haben hier ihre Spuren hinterlassen.

A wie Anwendung

Letztendlich ist es ein Stück weit Geschmackssache, welches Olivenöl du für welches Gericht nutzen möchtest. Das HOJIBLANCA Y PICUAL ist etwas fruchtiger, oliviger mit einer leichten Schärfe. In unfiltrierter Form natürlich etwas für absolute Oliven-Liebhaber. Unser ARBEQUINA schmeckt erfrischend mild und leicht süßlich. Melde dich einfach zu meinem Newsletter an, dort erhältst du im zweimonatigen Turnus leckere Rezeptideen zu jedem unserer Olivenöle.

A wie Arbequina

Die kleine, runde Frucht ist prinzipiell sehr reich an Olivenöl. Die Bäume selbst tragen aber oft eher weniger Oliven. Und manchmal fallen Ernten so gering aus, dass es Jahre gibt, in denen wir kein EL ANDALUZ extra natives Olivenöl Selección Arbequina anbieten können. Charakteristisch ist der fruchtige Geschmack, mit Klängen von Apfel und Banane. Im Vergleich zu vielen anderen ist dieses Olivenöl eher sanft, fast schon süß. Daher wird es in Spanien oft auch in Konditoreien zum Backen eingesetzt. 

B wie Balsamico

Der Balsamico Essig PEDRO XIMÉNEZ ist der kleine Bruder unserer Olivenöle und die perfekte Ergänzung z. B. in Salaten. Unser eigens hergestellter Dessertwein verleiht ihm seinen wohligen Geruch und leicht süßen Geschmack. Daher hat dieser Essig übrigens auch seinen Namen: balsamico = wohltuend, wohlriechend, wohlschmeckend.

E wie Oliven "essen"

Keine gute Idee. Man kann das natürlich machen und es ist auch überhaupt nicht schädlich, aber es wird dir nicht schmecken. Egal, ob grün oder schwarz, die Oliven schmecken direkt gepflückt einfach nur sehr, sehr bitter. Deswegen werden Ihnen nach der Ernte erst einmal durch Natronlauge die Bitterstoffe entzogen, bevor sie dann in schmackhaften Varianten weiterverarbeitet werden.

E wie Erhitzung

Oftmals herrscht Unsicherheit darüber, wie weit ein Olivenöl eigentlich erhitzt werden darf. Die spanischen Olivenöle von EL ANDALUZ sind extra nativ und können somit ohne Weiteres auf 180 Grad erwärmt werden. Es geht hier mehr um den persönlichen Geschmack, da jedes Produkt kalt-warm-heiß andere Aromen entfaltet. So auch hier.

F wie Flocken im Olivenöl

Ist mein Olivenöl schlecht, wenn es flockt? Nein. Bei Temperaturen unter 7 Grad wandeln sich bestimmte Stoffe aus der Olivenschale von flüssig zu hart und bilden kleine, weiße Kristalle aus. Sobald das Öl aber die 7 Grad überschreitet, ist es wieder vollständig flüssig.

G wie Geschmacksvielfalt

Wenn du mal ein wenig über Oliven nachliest, wirst du feststellen, dass allerlei Geschmacksrichtungen wie zum Beispiel Apfel, Tomate oder Mandeln mit Oliven in Verbindung gebracht werden. Und tatsächlich ist der Geschmack sehr vielseitig und variiert auch leicht innerhalb ein- und derselben Olivensorte. Unterschiedliche klimatische Bedingungen oder auch die Bodenbeschaffenheit sind hier nur zwei Gründe. 

G wie Gesundheit

Man sagt Olivenöl eine vielseitige gesundheitsfördernde Wirkung nach. Und das ist auch tatsächlich so. Hochwertige Olivenöle wie die von EL ANDALUZ haben eine große Menge an Antioxidantien, sekundären Pflanzenstoffen und einfach ungesättigten Fettsäuren. Das Öl hat somit einen positiven Einfluss auf das Blutcholesterin, wirkt entzündungs- und krebshemmend und verlangsamt den Alterungsprozess der Zellen.

G wie 27 Grad

Die sogenannte Kaltpressung oder Kaltextraktion findet beim Olivenöl unter 27 Grad statt. Das liegt daran, dass bei einer höheren Temperatur chemische Prozesse angeschoben werden, die den Geschmack des Öls negativ beeinflussen.

G wie Grüne Oliven

Jede Olive ist anfänglich grün, verändert sich dann von gelblich-grün zu rötlich-violett, bis sie letztendlich schwarz wird. Je früher man die Olive erntet, umso mehr Bitterstoffe enthält sie. Diese sogenannten Polyphenole wirken entzündungs- und krebshemmend. Aufgrund des geringen Ölgehalts braucht man zur Ölherstellung wesentlich mehr Oliven und der Geschmack ist fruchtiger als bei später produzierten Olivenölen.

H wie Haltbarkeit

Da wir keinerlei Zusatzstoffe verwenden, hat das EL ANDALUZ Olivenöl auch nur eine begrenzte Haltbarkeit. Kühl und lichtgeschützt gelagert, ist es ca. 12 - 18 Monate lang haltbar. Ein ranziger oder bitterer Geschmack ist ein Indiz dafür, dass das Öl nicht mehr gut ist - oder einfach eine schlechte Qualität besitzt.

K wie Olivenkern

Jeder hat schon Oliven mit und ohne Kern oder auch gefüllte Oliven im Supermarkt gesehen. Da stellt sich doch die Frage, ob denn jede Olive eigentlich einen Kern, auch "Stein" genannt, hat? Absolut. Oliven mit Kern sind einfach authentischer, während kernlose Früchte der Convenience der Verbraucher geschuldet sind. Qualitativ macht das Ganze aber keinen Unterschied.

K wie Kratzen im Hals

Je mehr es kratzt, umso früher wurden die Oliven geerntet, umso gehaltvoller, gesünder, fruchtiger ist das Olivenöl. Das ist aber auch nicht jedermanns Sache. Wir legen bei EL ANDALUZ Wert auf ein etwas milderes Produkt, das dennoch jegliche positiven Eigenschaften eines Olivenöls mit sich bringt - "nativ extra" eben.

M wie Menge an Oliven pro Liter Olivenöl

Die benötigte Menge an Oliven für einen Liter Olivenöl hängt stark von der Olivensorte ab, da diese in ihrem Ölgehalt beträchtlich variieren. Die Bandbreite reicht von 4 - ca. 10kg. Ein Olivenbaum trägt im Schnitt ca. 40kg Oliven. Heißt, pro Olivenbaum kann man im Schnitt mit 4-10 Liter Olivenöl rechnen.

O wie Optimi Olei Emporium

Übersetzt heißt das so viel: der Platz / Markt für das beste Olivenöl. Meine Heimat, Puente Genil, wurde am 15. Oktober 1935 mit diesem Titel ausgezeichnet. Das traditionelle Herstellungsverfahren, das besondere Klima Andalusiens und unsere Liebe geben dem Öl seinen besonderen, seinen intensiven Geschmack. Es ist unumwunden eines der besten Öle der Welt.

P wie Picual

Die PICUAL, für so viel steht diese Olive in unserer Region. Sie ist für fast alle Olivenbauern hier die Lebensgrundlage und mit Recht die meist angebaute Sorte in unserem Teil Andalusiens. Es ist vor allem diese Olive, die andalusisches Öl auf der ganzen Welt immer weiter in der Gunst der Kenner aufsteigen lässt.  Ihren Namen verdankt sie der kleinen Spitze, El Pico, am unteren Ende. Der typische Olivengeschmack mischt sich bei dieser Sorte mit Tomate und Feige. 

Q wie höchste Qualität

Beide Olivenöle, sowohl EL ANDALUZ Selección Arbequina als auch EL ANDALUZ Selección Hojiblanca y Picual, tragen bei uns das höchste Qualitätsmerkmal "nativ extra". Heißt, die Oliven werden spätestens 24 Stunden nach der Ernte ausschließlich mechanisch kalt gepresst. Die besondere Qualität merkt man außerdem in einem einwandfreien Geruch, Geschmack und einer intensiven Fruchtigkeit. Der Säuregehalt (s. auch unter S) darf nicht über 0,8% betragen.

Q wie mittlere Qualität

Olivenöle mit dem Zusatz "nativ" sind von mittlerer Qualität. Auch dieses Öl muss komplett kalt gepresst werden, der Säuregalt darf allerdings bis zu 2% betragen, was so viel heißt wie, dass auch "ältere", schon reifere Oliven hier beigemischt werden dürfen.

Q wie schlechte Qualität

Olivenöle, die weder "nativ" noch "nativ extra" sind, haben mit dem fantastischen und besonderen Geschmack eines Olivenöls nichts mehr zu tun. Hier werden raffinierte und native Olivenöle zusammengemischt. Zum Verfeinern von Speisen eignet sich dieses Öl nicht mehr. Alleine als Brat- oder Frittierfett ist es nützlich. 

R wie Raffiniertes Olivenöl

Bei einem Öl dieser Machart wird auch der letzte Prozentsatz Öl aus der Olive extrahiert bzw. gepresst. Das geschieht unter deutlich höheren Temperaturen. Die anschließende Raffinierung reinigt das Produkt außerdem von ungeliebten Stoffen. Jegliche positiven Eigenschaften eines Olivenöls sind damit ausgelöscht. Es wird dadurch geschmacksneutral und lässt sich nun auf 210 Grad erhitzen.

S wie Schwarze Oliven

Ist die Olive schwarz, befindet sie sich in ihrer ausgereiften Form. Die Oliven sind dicker, sind wesentlich ergiebiger für die Olivenölproduktion und ihr Geschmack ist milder. Gleichzeitig ist das Fruchtfleisch auch wesentlich weicher, was die Frucht bei der Ernte anfälliger für Macken macht. Kleiner Tipp am Rande: der Stein bleibt weiterhin grün. Wenn du im Supermarkt also schon einmal eine schwarze Olive mit schwarzem Stein gekauft hast, kannst du davon ausgehen, dass die Oliven nachträglich industriell geschwärzt wurden.

S wie Säuregehalt

Der Säuregehalt sagt, wie man vielleicht meinen könnte, nichts über den milderen oder bittereren Geschmack eines Olivenöls aus. Ein geringer Säuregrad ist vielmehr ein Indikator dafür, dass die Oliven in einem frühen Reifegrad und vor allem schnell verarbeitet wurden. Denn die Messung bezieht sich auf die Anzahl der freien Fettsäuren, die mit zunehmender Reifung mehr werden. Für den Geschmack heißt das sogar: je höher der Säuregrad, umso milder ist das Öl, denn früh geerntete Oliven besitzen mehr Bitterstoffe.

T wie Spanische Tapas

Tapas sind kleine Häppchen, die zu Wein oder Bier - meist gratis - gereicht werden. Man munkelt, dass Wirte früher eine Scheibe Brot als Deckel (=Tapa) für ein Weinglas genutzt haben, um den Inhalt vor Fliegen zu schützen. Die Wirte wurden immer einfallsreicher, garnierten das Brot mit einer Olive oder Sardelle, bis zum heutigen Tag unzählige super-leckere Tapas-Varianten entstanden sind.


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